Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten

André F. Lichtschlag (Preisträger 2009)

Der 1968 geborene Lichtschlag ist Herausgeber und Chefredakteur des monatlich erscheinenden Magazins „eigentümlich frei“. Er verantwortet auch das gleichnamige libertäre Nachrichtenportal im Internet und leitet den Lichtschlag Buchverlag. André F. Lichtschlag hat sich in den vergangenen Jahren als entschiedener Verteidiger der Meinungsfreiheit einen Namen gemacht.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises

Helmut Matthies (Preisträger 2009)

Der Theologe leitet die evangelische Nachrichtenagentur Idea. Zur Idea-Agentur gehören der Idea Pressedienst, das Wochenmagazin Idea Spektrum, und ein Fernseh-Nachrichtenmagazin. Aus kleinsten Anfängen heraus hat Matthies idea zur bedeutendsten evangelischen Stimme in der deutschen Medienlandschaft ausgebaut.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten

Ellen Kositza (Preisträger 2008)

Ellen Kositza, 1973 in Offenbach geboren, studierte Germanistik und Geschichte, arbeitete kurzzeitig als Lehrerin und ist heute Redakteurin der politisch-kulturellen Zeitschrift Sezession. Außerdem schreibt die inzwischen sechsfache Mutter als freie Publizistin für die Kulturzeitschrift Gegengift und das libertäre Monatsmagazin Eigentümlich frei sowie seit rund fünfzehn Jahren für die Wochenzeitung Junge Freiheit. Neben Beiträgen für Sammelbände („Wir 89er“, Ullstein 1995) veröffentlichte sie 2008 die Monographie „Gender ohne Ende oder Was vom Manne übrigblieb“.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises

Peter Scholl-Latour (Preisträger 2008)

Dr. Peter Scholl-Latour, 1924 in Bochum geboren, studierte Philologie, Politikwissenschaft und Arabistik. 1948 volontierte er bei der Saarbrücker Zeitung, 1954/55 war er Regierungssprecher des Saarlandes. Journalistisch arbeitete er unter anderem als Afrika-Korrespondent und Studioleiter der ARD in Paris sowie als Programmdirektor des WDR-Fernsehens. Danach wurde er Chefkorrespondent und Leiter des Pariser ZDF-Studios, später Chefredakteur und Herausgeber des Magazins Stern sowie Vorstandsmitglied im Verlag Gruner+Jahr. Bis heute ist er als freier Publizist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig sowie als Autor zahlreicher Dokumentarfilme.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Der Weg in den neuen Kalten Krieg (2008)
Zwischen den Fronten (2007)
Rußland im Zangengriff – Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam (2006)
Koloss auf tönernen Füßen – Amerikas Spagat zwischen Nahem und Fernem Osten (2005)
Weltmacht im Treibsand – Bush gegen die Ayatollahs (2004)
Der Fluch des neuen Jahrtausends – Eine Bilanz (2002)
Afrikanische Totenklage – Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents (2001)
Allahs Schatten über Atatürk – Die Türkei in der Zerreißprobe zwischen Kurdistan und Kosovo (1999)
Das Schlachtfeld der Zukunft – Zwischen Kaukasus und Pamir (1996)
Im Fadenkreuz der Mächte – Gespenster am Balkan (1994)
Eine Welt in Auflösung – Vor den Trümmern der Neuen Friedensordnung (1993)
Der Ritt auf dem Drachen – Indochina – von der französischen Kolonialzeit bis heute (1990)
Mord am großen Fluß – Ein Vierteljahrhundert afrikanische Unabhängigkeit (1986)
Der Tod im Reisfeld – Dreißig Jahre Krieg in Indochina (1980)

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten

Andreas Krause Landt (Preisträger 2007)

Andreas Krause Landt, 1963 in Hamburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Heidelberg und Berlin. Seit 1996 freier Journalist und Autor, veröffentlichte er 1999 das Buch „Scapa Flow. Die Selbstversenkung der wilhelminischen Flotte“ (Ullstein). 2005 gründete er in Berlin den Landt Verlag, in dem hochwertig ausgestattete Werke zur Geschichte und Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zu den politischen und geistigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erscheinen (www.landtverlag.de)

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises

Wolf Jobst Siedler (Preisträger 2007)

Wolf Jobst Siedler, 1926 in Berlin geboren, studierte Soziologie, Philosophie und Geschichte ebenfalls in Berlin. Er war Chef des Feuilletons des Berliner Tagesspiegels und leitete fast zwanzig Jahre die Verlage Ullstein und Propyläen. 1980 gründete er seinen eigenen Verlag, den er bis 1998 führte. Wolf Jobst Siedler schreibt für diverse Zeitungen, darunter die FAZ, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Die Welt und die Junge Freiheit.
 
Veröffentlichungen (Auswahl):
Wanderungen zwischen Oder und Nirgendwo (1988, 2007)
Auf der Pfaueninsel (1990, 2007)
Wider den Strich gedacht (2006)
Wir waren noch einmal davongekommen (2004)
Ein Leben wird besichtigt (2000)
Abschied von Preußen (2000)
Die gemordete Stadt (1964, 1993)

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten

Thomas Paulwitz (Preisträger 2006)

Thomas Paulwitz, Jahrgang 1973, studierte nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums in Eichstätt an der Universität Erlangen zunächst Biologie, dann Geschichte und Politik (Hauptfach Neuere und Neueste Geschichte). Noch während seines Studiums wurde er Mitbegründer der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“, deren Schriftleiter er seitdem ist. Die „Deutsche Sprachwelt“ hat sich mit ihrem Trägerverein, dem „Verein für Sprachpflege“, dem Erhalt der deutschen Sprachkultur und in der Vergangenheit insbesondere dem Kampf gegen die Rechtschreibreform verschrieben.
Paulwitz ist verheiratet und hat einen Sohn. Seit 2002 schreibt er regelmäßig für die JUNGE FREIHEIT, vor allem zum Thema Schutz der deutschen Sprache.

Werke:
Thomas Paulwitz, Stefan Micko (Hrsg.): Engleutsch? Nein, danke! Wie sag ich's auf deutsch? Ein Volks-Wörterbuch. 2. Auflage, Erlangen und Wien 2000.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises

Elisabeth Noelle-Neumann (Preisträgerin 2006)

Elisabeth Noelle-Neumann, Jahrgang 1916, ist emeritierte Professorin für Publizistik an der Universität Mainz und Gründerin des Instituts für Demoskopie Allensbach. Ihr Institut hat bedeutende theoretische und praktische Grundsteine für die moderne Meinungsforschung in Deutschland gelegt. Mit ihrem Bestseller „Die Schweigespirale“ hat sie fundamentale Erkenntnisse über Meinungslenkung in Massendemokratien beigesteuert und frühzeitig die strategische Defensivposition der Konservativen im Meinungskampf analysiert.

Werke (Auswahl):
Elisabeth Noelle-Neumann: Die Erinnerungen. Langen Müller Herbig, München 2006.

Elisabeth Noelle-Neumann, Wolfgang Donsbach, Hans Mathias Kepplinger: Wählerstimmungen in der Mediendemokratie. Analysen auf der Basis des Bundestagswahlkampfs 2002. Alber Verlag, München, Freiburg 2005.

Elisabeth Noelle-Neumann, Thomas Petersen: Alle, nicht jeder. Einführung in die Methoden der Demoskopie. 4. Auflage, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2005.

Elisabeth Noelle-Neumann (Hrsg.): Das Fischer-Lexikon. Publizistik, Massenkommunikation. 3. Auflage, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2004.

Elisabeth Noelle-Neumann: Die soziale Natur des Menschen. Beiträge zur empirischen Kommunikationsforschung. Alber Verlag, Freiburg, München 2002.

Elisabeth Noelle-Neumann: Die Schweigespirale. Öffentliche Meinung – unsere soziale Haut. 6. erweiterte Neuauflage, Langen Müller Herbig, München 2001.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten

Stefan Scheil (Preisträger 2005)

Dr. Stefan Scheil, Jahrgang 1964, studierte Geschichte und Philosophie in Mannheim und Karlsruhe, promovierte 1997 in Karlsruhe zum Dr. phil. und lebt als freiberuflicher Historiker und Publizist in der Nähe von Mannheim. Er schreibt u.a. für die FAZ und die JUNGE FREIHEIT. Scheil ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Seit 2000 ist er regelmäßiger Autor der JUNGEN FREIHEIT, vor allem im Ressort „Geschichte & Wissen“.

Werke:
Stefan Scheil: 1940/41 – Die Eskalation des Zweiten Weltkrieges. Olzog Verlag, München 2005.
 
Stefan Scheil: Fünf Plus Zwei. Die europäischen Nationalstaaten, die Weltmächte und die vereinte Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Duncker & Humblot, Berlin 2004.

Stefan Scheil: Legenden, Gerüchte, Fehlurteile – ein Kommentar zur Neuauflage der Wehrmachtsausstellung. Leopold Stocker Verlag, Graz 2003.

Stefan Scheil: Logik der Mächte Europas. Europas Problem mit der Globalisierung der Politik. Überlegungen zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges. Duncker & Humblot, Berlin 1999.

Stefan Scheil: Die Entwicklung des politischen Antisemitismus in Deutschland zwischen 1881 und 1912. Dissertation, Duncker & Humblot, Berlin 1999.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises

Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing (Preisträger 2005)

2005 erhielt Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing, Jahrgang 1927, den Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis. Der Preis wurde zu diesem Zeitpunkt allein von der JUNGEN FREIHEIT verliehen, die Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF) Schrenck-Notzings war daran nicht beteiligt.

Bekannt wurde Schrenck-Notzing durch seine legendäre zweimonatlich erschienene Zeitschrift „Criticon“, die er von 1970 bis 1998 herausgab und die als wichtigstes konservatives Theorieorgan galt. Schrenck-Notzing leitet die Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF) mit Sitz in München. Schwerpunkt dieses Instituts ist die Erforschung des Konservatismus in allen seinen Ausprägungen. Seit 2004 erscheint im Auftrag des FKBF die Zeitschrift „UNSERE AGENDA“. In seinen publizistischen Werken befaßt sich Schrenck-Notzing nicht nur mit dem deutschen, sondern auch mit dem britischen und amerikanischen Konservativismus sowie den Auswirkungen der amerikanischen Besatzungspolitik auf die deutsche Identität.

Werke (Auswahl):
Caspar von Schrenck-Notzing (Hrsg.): Stand und Probleme der Erforschung des Konservatismus. Duncker & Humblot, Berlin 2000.

Caspar von Schrenck-Notzing (Hrsg.): Lexikon des Konservatismus. Leopold Stocker Verlag, Graz 1996.

Caspar von Schrenck-Notzing: Abschied vom Parteienstaat – Tendenzen eines Umbruchs. MUT-Verlag, Asendorf 1988.

Caspar von Schrenck-Notzing (Hrsg.): Deutsche Identität. Sinus Verlag, Krefeld 1982.

Caspar von Schrenck-Notzing: Honoratiorendämmerung. Das Versagen der Mitte, Bilanz und Alternative. Seewald Verlag, Stuttgart 1973.

Caspar von Schrenck-Notzing: Charakterwäsche. Die amerikanische Besatzung in Deutschland und ihre Folgen. Seewald Verlag, Stuttgart 1965.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten

Thorsten Hinz (Preisträger 2004)

2004 erhielt Thorsten Hinz den ersten Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten. 1962 in Ribnitz-Dammgarten geboren, studierte er Germanistik in Leipzig. Seit 1994 schreibt er, anfangs auch als festangestellter Redakteur, regelmäßig für die JUNGE FREIHEIT. Sein Pseudonym „Doris Neujahr“ ist zum Markenzeichen der Zeitung geworden. Es steht für brillante Analysen und hervorragende geschichtspolitische Texte, die bei vielen Lesern der JF hoch geschätzt sind. Insbesondere durch seine Beiträge zu Geschichte, Vergangenheitsbewältigung und nationaler Identität hat er das Profil der JUNGEN FREIHEIT maßgeblich geprägt. Es sind angriffslustige und scharfe, aber auch abwägende, nachdenkliche und differenzierte Beiträge, die Hinz für die JUNGE FREIHEIT beisteuert und mit denen er Maßstäbe für den journalistischen Anspruch der Zeitung setzt.

Preisträger des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises

Herbert Fleissner (Preisträger 2004)

2004 erhielt Dr. Herbert Fleissner, Jahrgang 1928, den ersten Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Der gebürtige Egerländer studierte nach seiner Vertreibung aus dem Sudetenland 1945 Jura in Innsbruck. Noch heute ist er aktives Mitglied in der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
1952 begann er mit der Gründung des Bogen Verlages den Aufbau seines Verlagshauses. Hinzu kamen unter anderem der Klinger Verlag, der Amalthea Verlag, der Langen Müller Verlag, der Universitas Verlag sowie der Molden S.-Seewald-Verlag. Seit 1985 bis zum Tod des legendären Verlagschefs arbeitete Fleissner eng mit der Axel-Springer-Gruppe zusammen. Heute gehören zu seiner Verlagsgruppe Langen Müller Herbig sechzehn Verlage.